Histamin-Intoleranz – was du über die möglichen Ursachen und Therapien wissen solltest

Bei einer Histamin-Intoleranz handelt es sich um eine Stoffwechsel- bzw. Abbaustörung von Histamin, einem biogenen Amin, das natürlicherweise in tierischen und pflanzlichen Zellen enthalten ist, aber auch über die Nahrung aufgenommen wird. Es ist an vielen (Stoffwechsel-) Prozessen im Körper beteiligt. Dazu gehören der Appetit, Schlaf-Wach-Rhythmus, Lernfähigkeit, Konzentration und Gedächtnis – und sogar unseren Emotionen. Zudem agiert Histamin als Gewebshormon und als Neurotransmitter. Es stimuliert unsere Magensaftsekretion und wirkt gefäßerweiternd, aber auch bei Entzündungen im Körper spielt das Histamin eine zentrale Rolle als Mediator bei allergischen Reaktionen, Asthma Bronchiale, Heuschnupfen oder Nesselsucht.

Abbau von Histamin, Histaminspiegel und Histaminfass

Zuständig für den Abbau von Histamin ist vor allem das Enzym Diaminoxidase (DAO) im Dünndarm sowie die Histamin-N-Methyl-Transferase (HNMT ), die in der Leber, in der Bronchialschleimhaut und im Zentralen Nervensystem (ZNS) sitzt. Beide können durch verschiedene Faktoren in ihren Funktionen gestört werden. So kann es bei dem Verzehr von histaminreicher Nahrung oder der Ausschüttung von zu viel Histamin aus den Mastzellen, zu einem erhöhten „Histaminspiegel“ im Blut kommen. Diesen Zustand nennt man auch Histaminose.

Anders als bei einer Allergie, entstehen Symptome erst dann, wenn ein bestimmtes Maß an Histamin im Körper überschritten wird. Wir nennen es das „Histaminfass“, welches dann überläuft. Diese Dysbalance bzw. Fehlregulation des Histaminabbaus kann im Körper zu vielfältigen Beschwerden führen, denn wenn ein Histamin-Überschuss besteht, gelangt eine erhöhte Menge an Histamin in den Blutkreislauf und verteilt sich im Körper.

Was ist eine Histamin-Intoleranz

Da das Histamin (im normalen Maß ein wichtiger Bestandteil zur Aufrechterhaltung normaler Körperfunktionen) als Neurotransmitter, Botenstoff und Gewebshormon fungiert, ist es an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Aus diesem Grund können die Symptome der Histamin-Intoleranz auch so vielfältig und individuell sein.

Histaminreiche Lebensmittel

Als histaminreich gelten vor allem gereifte und konservierte Lebensmittel wie Rotwein, Fischkonserven, Salami, oder alter Käse. Aber auch einige Obst-, Gemüse-, Getreide-, und Nusssorten sind histaminreich. Eine Liste findest du hier.

Symptome einer Histamin Intoleranz – von Übelkeit, Migräne bis hin zu Depressionen sind viele Symptome möglich

Wir alle nehmen Histamin über die Nahrung auf und auch jeder von uns produziert Histamin in den körpereigenen Mastzellen – und das ist auch gut so. Denn Histamin ist an vielen wichtigen Stoffwechsel- und Regulationsprozessen, wie z.B. unserem Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt. Zudem beeinflusst es unseren Appetit, unsere Emotionen, unser Gedächtnis und unsere Lernfähigkeit und reguliert einen Teil unseres Hormonhaushaltes.

Wenn unser Histamin-Stoffwechsel allerdings gestört ist und wir zu viel Histamin im Körper haben, kann es zu verschiedensten Symptomen kommen, die unser Wohlbefinden auf körperlicher und geistiger Ebene einschränken können.

Symptome einer Histamin-Intoleranz

Die Histamin-Symptome können in ihrer Art und Intensität sehr unterschiedlich sein.
Folgende Symptome sind bei einer Histaminose möglich:

Magen-Darm-Trakt:
Übelkeit, Magenkrämpfe, Blähungen, Verstopfungen, Durchfall, Darmkrämpfe

Haut:
Juckreiz, Quaddeln, Nesselsucht, Schwellungen, Hautrötungen, extreme Reaktionen auf Insektenstiche, Akne, Hautunreinheiten, Ausschlag

Vegetatives Nervensystem:
Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, Brain Fog, Benommenheit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit oder ständiger Appetit, Kribbeln der Gliedmaßen, Kopfschmerzen, innere Unruhe

Herz-Kreislauf-System:
niedriger Blutdruck, Schwindel, Schweißausbrüche, Übelkeit, Herzrasen, Herz-Rhythmus-Störungen

Atemwege:
Halsschmerzen, laufende Nase, verstopfte Nase, Husten, stärkere Schleimbildung, fiebriges Gefühl

Psyche:
Depressionen, depressive Verstimmungen, Winterdepressionen, Stimmungsschwankungen, Erschöpfungszustände

Weitere:
verstärkte PMS-Symptome, wiederkehrende Blasenentzündung, Muskelverspannungen, Hochsensibilität…

Quellen:
Dirk Schweigler: Histaminintoleranz aus einem völlig neuen Blickwinkel
Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI)
Ernährung & Medizin: Ernährungstherapie der Histamin-Intoleranz

 

Finde jetzt heraus, ob du von einer Histamin-Intoleranz betroffen bist. 

 

Diagnose einer Histamin-intoleranz – warum eine Ernährungsumstellung die beste Möglichkeit ist, um die Diagnose zu stellen

Die Diagnosestellung ist gar nicht so einfach, denn eine Histamin-Intoleranz lässt sich aktuell leider nicht medizinisch sicher testen, da es keinen Wert gibt, der zu 100% aussagekräftig ist. Der einfachste Weg ist hier eine Ernährungsumstellung auf histaminarme Kost.

Doch warum ist das so?
Es gibt verschiedene Methoden, mit denen die Konzentration oder Aktivität von Histamin oder des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO) im Körper gemessen werden kann. Am häufigsten wird aber die Bestimmung der Konzentration des Enzyms Diamin­oxidase (DAO) im Blut genutzt, um eine Histamin-Intoleranz zu diagnostizieren. Dabei ist die Aussagekraft dieses Tests eher beschränkt, da die Produktion des Enzyms durch äussere Einflüsse zeitlich grossen Schwan­kungen unterliegen kann. Der DAO-Wert im Blut lässt eigentlich auch kaum Schlüsse zu, ob auch im Darm zu wenig DAO gebildet wird. Eine weitere Testmöglichkeit bietet u.a. die Messung von Histamin im Stuhl, aber hier kann keine sichere Diagnose gestellt, sondern eher die Aussage „Histamin-Intoleranz wahrscheinlich“ oder „unwahrscheinlich“ getroffen werden.

Die Auslassdiät
Um ganz sicher zu gehen, ob du unter einer Histamin-Intoleranz leidest, eignet sich am besten die Auslassdiät. Hierfür lässt du für ca. 4-12 Wochen histaminreiche Lebensmittel weg und beobachtest deine Symptome. Empfehlenswert ist auch das Führen eines Ernährungs-Symptom-Tagebuchs.

Anhand der Symptome kann ein Therapeut dann die Nahrungsmittel erkennen, die die Beschwerden auslösen.

Sich komplett histaminfrei zu ernähren, ist kaum möglich, da fast jedes Lebensmittel in kleinen Mengen Histamin enthält. Wichtig ist, dass du „Histaminbomben“ wie zum Beispiel Alkohol, Schokolade, Sauerkraut, gereiften Käse oder geräucherten Schinken meidest. Eine Liste mit histaminarmen Lebensmitteln findest du im Menü unter „Für Dich“. Wenn sich deine Symptome in diesem Zeitraum bessern, ist es sehr wahrscheinlich, dass du von einer Histamin-Intoleranz betroffen bist. Wenn sich dein Verdacht auf eine Histamin-Intoleranz bestätigt, ist es wichtig die Ernährung auch langfristig umzustellen und die Ursachen herauszufinden bzw. zu beheben.

Wie genau du deine Histamin-Intoleranz angehen kannst, um wieder beschwerdefreier zu werden, lernst du in unseren Onlinekursen.

Was tun, wenn deine Symptome trotz Auslassdiät nicht besser werden?
Sollten sich deine Symptome durch eine streng histaminarme Ernährung kaum bis gar nicht bessern, liegt wahrscheinlich eine andere Ursache vor. In diesem Fall werden weitere ärztliche Tests empfohlen. Wende dich hierfür zum Beispiel an deinen Hausarzt, Internisten, Heilpraktiker oder Allergologen, um mögliche andere Auslöser für deine Symptome untersuchen zu lassen.

Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerdebildern können zum Beispiel sein:

  • Mastzellaktivierungs-Störung (MCAS)
  • andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Gluten, Laktose, Fruktose, Sorbit, Salicylat, Laktat, Oxalat)
  • Lebensmittelallergien oder Kreuzallergien
  • SIBO (Dünndarmfehlbesiedelung)
  • Heliobacter Pylori und E.Coli
  • Leaky Gut Syndrom
  • HPU / KPU (Stoffwechselstörung)

Abschließend kann man sagen, dass wenn folgende Punkte zutreffen, eine Histamin-Intoleranz relativ sicher ist:

  • Du hast mindestens zwei Symptome, die typisch für eine Histamin-Intoleranz sind
  • Die Beschwerden bessern sich insgesamt durch eine streng
  • histaminarme Ernährung
    Akute Beschwerden lassen nach der Einnahme von Antihistaminika nach

Finde jetzt deine Ursache(n) heraus:

Ursachen einer Histamin-Intoleranz – und was deine Hormone, dein Darm oder deine Leber damit zu tun haben können

Die Ursachen einer Histamin-Intoleranz können genau so vielfältig und umfangreich sein, wie ihre Symptome. Aus diesem Grund ist es für Ärzte und Betroffene oft eine echte Herausforderung, die Diagnose Histamin-Intoleranz zu stellen – und die Ursachen herauszufinden.

Dies sind mögliche Ursachen einer Histamin-Intoleranz:

1. Gestörter Darm-Stoffwechsel

  • Leaky Gut
  • Dysbiose
  • SIBO
  • Candida
  • Magen-Darm-Infekt

2. Gestörter Leber-Stoffwechsel

  • Schwermetallbelastung
  • träge Leber
  • Fettleber

3. Hormonelles Ungleichgewicht

  • Östrogendominanz
  • Pubertät, Schwangerschaft, Menopause

4. Gestörter Schilddrüsen-Stoffwechsel

  • Hashimoto

5. Weitere Ursachen

  • Nährstoffmangel (z.B. Vitamin B6)
  • Medikamenten-Einnahme (z.B. Antibiotika)
  • Viren, wie z.B. Heliobacter Pylori oder E.coli
  • unausgewogene Ernährung
  • Instabile HWS oder CMD
  • Stress

Therapie einer Histamin-Intolernaz – warum eine histaminarme Ernährung die Basis für mehr Wohlbefinden ist

Vielleicht wurdest du nach der Diagnose mit dem Satz „Die Histamin-Intoleranz ist nicht heilbar, damit müssen Sie sich arrangieren.“ vom Arzt nach Hause geschickt. Wir konnten uns schon damals nicht mit dieser Aussage anfreunden und haben angefangen zu forschen.

Heute können wir dir aufgrund unseres Studiums, unseren Ausbildungen und Erfahrungen Hoffnung machen. Du kannst etwas gegen die Histamin-Intoleranz tun und durch bestimmte Tools wieder beschwerdefreier werden. Zudem hat die Histamin-Intoleranz sogar ein Potenzial zur Heilung, hierbei kommt es aber immer auf die Ursache(n) an!

Mögliche Ursachen und Therapien
Die häufigste Ursache einer Histamin-Intoleranz liegt in unserem Stoffwechsel, betrifft also meistens den Darm, die Leber und die Schilddrüse. Zudem haben Medikamente, Stress oder hohe psychische und physische Belastungen einen großen Einfluss auf unseren Histamin-Spiegel sowie auf unsere Verdauung und Verstoffwechselung. Es ist daher wichtig, die Histamin-Intoleranz ganzheitlich auf verschiedenen Ebenen zu betrachten und anzugehen.

Neben der konventionellen „Therapie“ über Antihistaminika sowie eine histaminarme Ernährung, haben wir einen ganzheitlichen Ansatz entwickelt, durch den du deine Ursachen bei der Wurzel packen und nachhaltig beschwerdefreier werden kannst.

Du musst deinen jetzigen Zustand nicht länger akzeptieren, sondern kannst aktiv an deiner Gesundheit arbeiten und Besserung erfahren!

Lerne jetzt mehr über die nächsten Schritte !

Diese drei Schritte sind essenziell, um trotz deiner Histamin-Intoleranz wieder beschwerdefreier zu werden

Die Histamin-Intoleranz ist eine erworbene (oder manchmal auch angebo­rene) nicht immuno­logische Stoff­wechsel­störung, der in den allermeisten Fällen eine oder mehrere tiefliegende Ursachen zugrunde liegen. Wir möchten dich deshalb dazu ermutigen, deine Histamin-Intoleranz ganzheitlich und auf natürliche Weise anzugehen. Denn wir standen – genau wie du – auch an dem Punkt, an dem wir unsere Diagnose und Symptome nicht länger als Dauerzustand akzeptieren wollten. Wir haben deshalb jahrelang recherchiert, studiert und Erfahrungen gesammelt – und einen Weg gefunden, um beschwerdefreier zu werden – und sogar wieder ohne Probleme histaminreiche Nahrung essen zu können.

Hierzu kannst du folgende Schritte angehen:

1. Ernährungsumstellung

2. Ursachenfindung

3. Natürliche Stoffwechselentlastung

Lerne jetzt, wie du in wenigen Schritten zu mehr Beschwerdefreiheit kommen – und deine Gesundheit wieder selber in die Hand nehmen kannst.

1. Ernährungsumstellung

Die Ernährungsumstellung hin zu einer histaminarmen und anti-entzündlichen Ernährung ist der erste Schritt zu mehr Beschwerdefreiheit und essenziell für die Linderung der Symptome. Hierbei gilt es auf folgende Lebensmittelgruppen zu verzichten:

  • histaminreiche Lebensmittel (z.B. Schinken, Rotwein oder Parmesan)
  • Histaminliberatoren (z.B. Zitrusfrüchte oder Kakao)
  • Lebensmittel mit konkurrierenden biogenen Aminen (z.B. Bananen)
  • DAO-Hemmer (z.B. Alkohol)

Zu Beginn der Ernährungsumstellung sollte eine Karenzphase von 4-12 Wochen eingelegt werden, um den Histaminspiegel langfristig gering zu halten. In dieser Phase sollten alle Lebensmittelgruppen gemieden werden, die entweder histaminreich sind, als Liberatoren gelten, andere biogene Amine enthalten oder die DAO hemmen können. Du kannst die Karenzphase beenden, wenn du mindestens eine Woche lang symptomfrei bist. Es ist zudem auch nicht ungesund für den Körper, wenn die Karenzphase länger als 12 Wochen andauert.

Nach dieser Phase kannst du Stück für Stück neue Lebensmittel integrieren, um zu schauen, welche Lebensmittel für dich verträglich sind. Eine Lebensmittelliste findest du hier.

Beachte hierbei bitte, dass diese Lebensmittel-Liste nur als grobe Übersicht dient und nicht auf jeden Körper zutreffen muss. Die Verträglichkeit von Lebensmitteln bei einer Histamin-Intoleranz ist sehr individuell. Um herauszufinden, welche Lebensmittel du gut verträgst und welche nicht, kannst du unser kostenfreies Ernährungs-Symptom- Tagebuch nutzen.

2. Ursachenfindung

Eine Histamin-Intoleranz kann verschiedene Ursachen haben. Sofern die Histamin-Intoleranz nicht genetisch bedingt ist (Enzymdefekt von Geburt an), ist sie erworben und kann sich mit einer gezielten Therapie der Ursachen verbessern oder sogar wieder verschwinden.

Für die Ursachenfindung ist es erstmal wichtig zu wissen, wo der Histamin-Abbau im Körper hauptsächlich stattfindet.
Hierzu gibt es zwei Hauptenzyme, die Histamin in ein inaktives Histamin-Spaltprodukt zersetzen:

  • Diaminoxidase (DAO): sitzt u.a. extrazellulär (ungeschützt außerhalb der Zelle) im Darm
  • Histamin-N-Methyl-Transferase (HNMT): sitzt u.a. intrazellulär (geschützter innerhalb der Zelle) u.a. in der Leber

Da besonders die DAO anfällig für äußere Einflüsse ist, findet sich die erste mögliche Ursache im Darm. Hier gibt es folgende Störungen und Erkrankungen, die die DAO-Aktivität bzw. den Histamin-Abbau mindern können, welche du bei einem Gastroenterologen, Internisten oder Heilpraktiker testen lassen kannst:

  • Magen-Darm-Infekt
  • Leaky Gut (durchlässige Darmschleimhaut)
  • Darmflora Dysbiose (Ungleichgewicht der Darmbakterien)
  • SIBO (Dünndarmfehlbesiedelung)
  • Candida (Hefepilz)
  • Virale Infekte (Heliobacter Pylori, E.coli)

Des Weiteren kann die Aktivität der HNTM durch bestimmte Faktoren eingeschränkt werden:

  • Leberüberlastung
  • Schwermetallbelastung
  • Fettleber

Ein Grund, warum besonders Frauen von einer Histamin-Intoleranz betroffen sind, stellen die Hormone dar. Ein hormonelles Ungleichgewicht kannst du bei einem Frauenarzt oder Endokrinologen testen lassen. In diesem Zusammenhang kann eine Stoffwechselstörung von Histamin in folgenden Phasen entstehen:

  • Pubertät
  • Schwangerschaft
  • Menopause
  • bei anderen hormonellen Schwankungen

Zudem können folgende Einflüsse und Verhaltensweisen den Histamin-Abbau bzw. den Stoffwechsel hemmen:

  • Medikamenteneinnahme
  • Allergien/ Kreuzallergien
  • unausgewogene Ernährung (z.B. Fertigprodukte, Fast-Food, nährstoffarme Lebensmittel)
  • Nährstoffmangel
  • Bewegungsmangel
  • instabile HWS oder CMD
  • Stress

Lerne jetzt, wie du deine möglichen Ursachen konkret und nachhaltig angehen kannst.

3. Stoffwechselentlastung

Da eine erworbene Histamin-Intoleranz in den allermeisten Fällen auf einen überlasteten Stoffwechsel zurückzuführen ist, ist empfehlen wir, neben einer histaminarmen Ernährung, die Haupt-Stoffwechselorgane für den Histaminabbau intensiv zu unterstützen. Das erste Hauptenzym für den Histaminabbau, die Diaminoxidase (DAO), sitzt u.a. extrazellulär (also ungeschützt vor äußeren Einflüssen und Veränderungen) im Darm. Das zweite Hauptenzym, die Histamin-N-Methyl-Transferase (HNMT), befindet sich intrazellulär (geschützt) u.a. in der Leber. Diese beiden Organe sollten daher unbedingt wieder in Balance kommen.

Hierzu wenden wir folgende Reihenfolge an:

  1. Entgiftung der Stoffwechselorgane (Darm und Leber)
  2. Darmaufbau (Präbiotika, Probiotika, darmspezifische Ernährung)
  3. Leberunterstützung (leberspezifische Ernährung und unterstützende Ergänzungsmittel)

Wir legen hierbei großen Wert auf die Natürlichkeit unseres Entlastungs-Programms, da viele Medikamente (wie z.B. ein Antihistaminikum) den Stoffwechsel noch zusätzlich belasten können. Es gibt nämlich jede Menge natürliche Gegenspieler bzw. Co-Faktoren, die nachweislich den Histaminabbau fördern und die Histaminausschüttung aus den Mastzellen hemmen können.

Wenn du auch wieder zu mehr Beschwerdefreiheit und Wohlbefinden trotz deiner Histamin-Intoleranz kommen möchtest und deine Ursachen tiefliegend und nachhaltig angehen möchtest, unterstützen wir dich gerne auf deinem Weg.

Erfahre jetzt mehr über unsere Onlinekurse oder persönliche Ernährungsberatung.

Fragen und Antworten zu Histamin-Intoleranz

Das Thema Histamin-Intoleranz und histaminarme Ernährung kann gerade am Anfang sehr undurchsichtig sein. Hier findest du Antworten auf die am häufigsten von unserer Community gestellten Fragen.

Muss eine Histamin-Intoleranz behandelt werden?

Eine Histamin-Intoleranz ist meistens eine Folge-Erkrankung einer Ursache, die sich auf unseren Stoffwechsel oder unsere Hormone bezieht. Zudem kann die Histamin-Intoleranz die Vorstufe vieler weiterer z.T. chronischer Erkrankungen bilden.

Abgesehen von den Beschwerden und der eingeschränkten Ernährungs- und Lebensweise raten wir deshalb dringend dazu, die Histamin-Intoleranz nicht zu ignorieren, sondern aktiv etwas dagegen zu tun.

Es gibt aus medizinischer Sicht noch keine Richtlinien zur Therapie der Histamin-Intoleranz, abgesehen von einer Ernährungsumstellung zu histaminarm und der Einnahme von Antihistaminika.

Da wir aber selber von einer Histamin-Intoleranz betroffen sind bzw. waren, wissen wir aus Studium und Erfahrung, dass es einen Weg gibt, ohne Medikamente beschwerdefreier zu werden – und dass es sogar ein Potenzial zur Heilung der Histamin-Intoleranz gibt.

Mehr zu unseren Geschichten findest du hier.

Wir haben einen Fahrplan entwickelt, mit dem du deine Histamin-Intoleranz an der Wurzel packen – und wieder zu mehr Wohlbefinden und Beschwerdefreiheit kommen kannst. Es geht darum, zu schauen, was hinter der Histamin-Intoleanz steckt und zu lernen, wie du deinen Stoffwechsel auf natürliche Weisen entlasten, entgiften, aufbauen und unterstützen kannst.

Dieser besteht aus 3 verschiedenen Etappen:

  1. Histamin-Reset: Stoffwechsel entlasten & Beschwerden lindern
  2. Stoffwechselkur: Darm, Leber und Schilddrüse auf den Grund gehen
  3. Natürliche Unterstützung: Den Stoffwechsel mit natürlichen Antihistaminika unterstützen

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es nicht besser wird, je länger man mit der Ursachenforschung wartet.

Wenn du deine Beschwerden ganzheitlich angehen möchtest, schau mal in unseren Kurs „In 3 Schritten zu mehr Wohlbefinden bei einer Histamin-Intoleranz“ rein.

Wir freuen uns, dich auf deinem Weg begleiten zu dürfen!

Wie kann ich meinen Histamin-Spiegel senken?

Da die Symptome und Beschwerden bei einer Histamin-Intoleranz auf einen zu hohen Histamin-Spiegel im Körper zurückzuführen sind, solltest du regelmäßig dafür sorgen, diesen auf natürliche und nachhaltige Weise zu senken.

Wichtig vorab:
Ein Antihistaminikum dient nicht zur Histamin-Senkung im Körper. Es blockiert lediglich das Auftreten von histaminbedingten Symptomen. Somit wirkt es akut aber nicht nachhaltig und kann zu Nebenwirkungen, wie Müdigkeit führen.

5 Möglichkeiten, wie du deinen Histamin-Spiegel natürlich senken kannst

1. Vitamin C

Das Vitamin C ist ein Co-Faktor für den Histamin-Abbau und unterstützt somit das Enzym Diaminoxidase (DAO). Somit kann der Abbau verbessert – und der Histaminspiegel gesenkt werden. Wichtig ist, dass du hierfür natürliches und hochdosiertes Vitamin C verwendest. Ascorbinsäure ist sehr histaminreich und sollte unbedingt gemieden werden. Am besten eignet sich das Vitamin C aus der Acerolakirsche, da diese histaminarm und zusätzlich auch fruktosearm ist. Eine weitere Möglichkeit ist Camu-Camu oder Sanddorn. Hier ist sowohl reines Pulver, als auch reiner Saft verträglich.

2. Atemübungen

Stress hat einen großen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit und unseren Histamin-Spiegel. Durch Stress entstehen freie Radikale in unserem Körper, die unsere Zellen angreifen. Zudem werden unsere Mastzellen, die für die Ausschüttung von Histamin in unserem Körper verantwortlich sind, in Stresssituationen aktiviert, was zu einem erhöhten Histamin-Spiegel führt.
Mithilfe von gezielten Atemübungen kannst du dein Stress-Level innerhalb von Sekunden herabsenken.

Bauchraum-Atmung

Setze dich aufrecht auf einen Stuhl oder lege dich auf den Rücken.
Lege eine oder beide Hände auf deinen Bauch.
Atme so tief und so voll du kannst durch die Nase in deinen Bauch ein, sodass sich deine Bauchdecke hebt.
Atme so intensiv, wie möglich durch den Mund aus und lass alle Anspannung los.
Wiederhole diese Atemtechnik mindestens 10 Mal und konzentriere dich ausschließlich auf eine Atmung in deinen Bauch. Wenn Gedanken kommen, nimm diese wahr und schicke sie weiter, sodass dein Fokus bei dir und deiner Atmung bleibt.
Führe diese Atmung so lange durch, wie sie dir gut tut.

3. Spirulina

Spirulina ist eine richtige Wunderwaffe, wenn es um die Senkung des Histamin-Spiegels geht. Denn sie enthält eine Reihe an Co-Faktoren für den Histamin-Abbau. Hierzu gehören: Vitamin B6 und B9, Vitamin C, Zink, Magnesium, Kupfer. Diese Mikronährstoffe können die DAO-Produktion fördern. Zudem wirkt Spirulina mastzellstabilisierend und ist daher auch sehr gut bei einem Mastzellaktivierungs-Syndrom geeignet.
Und auch dein Darm kann von der regelmäßigen Einnahme von Spirulina profitieren, denn die Mirko-Alge wirkt verdauungsfördernd und entzündungshemmend und kann nachweislich bei der Eindämmung von Candida unterstützen.

4. Meditation

Beim Meditieren geht es darum, unsere Aufmerksamkeit auf unser Inneres zu legen und unserem Körper zuzuhören. Du kannst über die Praxis der Meditation Entspannung sowie mentale und körperliche Gesundheit erlernen. Es ist sogar bewiesen, dass sich regelmäßiges Meditieren positiv auf unser Immunsystem und unseren Stoffwechsel auswirken kann. Das liegt u.a. daran, dass der Körper innerhalb von Minuten vom Stressmodus in den Entspannungsmodus fallen kann. Stresshormone, wie Adrenalin werden abgebaut und Glückshormone, wie z.B. Serotonin werden ausgeschüttet.

Wenn du das Meditieren ausprobieren möchtest, dann schaue mal auf unserem Instagram-Kanal @histafit.de vorbei.

5. Wasser

Wusstest du, dass Wasser ein natürlicher Histaminsenker ist? Durch die tägliche Zufuhr von 2-3 L stillem und sulfatarmen Wasser können wir überschüssiges Histamin aus unserem Körper herausspülen. Wenn du bereits morgens nach dem Aufstehen 1/2 L stilles Wasser trinkst, kannst du deinen Körper bei der nächtlichen Entgiftung über die Leber unterstützen, sodass Abfallprodukte und Toxine besser aus dem Körper ausgeleitet werden können. Zudem schwitzen wir nachts ca. 1 L Wasser aus und diesen Verlust sollten wir am Morgen direkt auffüllen, um wach und erfrischt in den Tag zu starten. Hierbei wird zusätzlich dein Stoffwechsel und deine Verdauung angeregt.
Stelle dir also am besten abends schon 1 Glas Wasser auf deinen Nachttisch, um deinen Körper zu unterstützen. Danach solltest du ca. 30 Minuten mit deinem Frühstück warten, damit deine Verdauung bereit ist. Denn durch das Trinken von Wasser verdünnen wir im ersten Moment unsere Magensäure, die dann bei Nahrungsaufnahme nur noch bedingt verdauen und zersetzen kann.

Was genau ist eine Histamin-Intoleranz?

Bei einer Histamin-Intoleranz handelt es sich um eine Stoffwechsel- bzw. Abbaustörung von Histamin, einem biogenen Amin, das natürlicherweise in tierischen und pflanzlichen Zellen enthalten ist, aber auch über die Nahrung aufgenommen wird. Es ist an vielen (Stoffwechsel-) Prozessen im Körper beteiligt. Dazu gehören der Appetit, Schlaf-Wach-Rhythmus, Lernfähigkeit, Konzentration und Gedächtnis – und sogar unsere Emotionen. Zudem agiert Histamin als Gewebshormon und als Neurotransmitter. Es stimuliert unsere Magensaftsekretion und wirkt gefäßerweiternd, aber auch bei Entzündungen im Körper spielt das Histamin eine zentrale Rolle als Mediator bei allergischen Reaktionen, Asthma Bronchiale, Heuschnupfen oder Nesselsucht.

Bei einer Histamin-Intoleranz gibt es verschiedene Möglichkeiten der Entstehung:

1. Es wird zu viel Histamin über die Nahrung aufgenommen

2. Es wird zu viel Histamin vom Körper (Mastzellen) ausgeschüttet, z.B. durch Stress, körperliche oder psychische Belastungen

3. Das Histamin kann unzureichend im Körper abgebaut werden

Letzteres ist am wahrscheinlichsten und dort setzen wir in unseren Online-Kursen und Ernährungsberatungen an.

Bei einer verringerten Abbaukapazität von Histamin gibt es zwei Haupt-Enzyme, die dafür verantwortlich sein können.

1. Diaminoxidase (DAO): sitzt unter anderem im Darm
2. Histamin-N-Methyl-Transferase: sitzt unter anderem in der Leber

Die beiden Enzyme können zum Beispiel durch Ernährung, äußere Einflüsse, Entzündungserkrankungen oder einen ungesunden Lebensstil gehemmt oder inaktiv werden.

Im Normalfall dockt das Histamin (welches z.B. über die Nahrung aufgenommen wurde) nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip an eines der beiden Enzyme an und wird dann zu einem inaktiven Histamin-Produkt gespalten. Somit kann es abgebaut werden und verursacht keine Probleme.
Sind diese Enzyme zum Histamin-Abbau jedoch „außer Gefecht“, verbleibt das Histamin im Körper, sammelt sich an und gelangt in den Blutkreislauf. Wird die individuelle Toleranzgrenze von Histamin im Körper überschritten, kommt es zu einer sogenannten „Histaminose“ Eine Histaminose führt dann in den meisten Fällen zu Beschwerden verschiedenster Art.

Weitere Infos zu den Symptomen der Histamin-Intoleranz findest du hier.

Was muss man bei einer histaminarmen Ernährung beachten?

Du weißt erst seit Kurzem, dass du von einer Histamin-Intoleranz betroffen bist und dich überfordern diese ganzen Listen aus dem Internet? Uns ging es genau so!

Besonders am Anfang ist es gar nicht so einfach den „Histamin-Dschungel“ zu durchzublicken. Denn anders, als bei einer Gluten-Unverträglichkeit oder Laktose-Intoleranz, lassen sich Lebensmittelgruppen nicht kategorisch ausschließen.

Deswegen haben wir hier mal aufgeschrieben, was man bei einer histaminarmen Ernährung beachten sollte.

Grundsätzlich gilt: Je frischer ein Lebensmittel, desto histaminärmer ist es!

Beispiele für histaminarmes Obst:

  • Apfel
  • Aprikose
  • Blaubeeren
  • Brombeeren
  • Granatapfel
  • Johannisbeeren
  • Kaki
  • Mango
  • Nektarine
  • Pfirsich
  • Weintrauben

Beispiele für histaminarmes Gemüse:

  • Fenchel
  • Gurke
  • Karotten
  • Kartoffeln
  • Kohlgemüse (Außer Rosenkohl und Grünkohl)
  • Kürbis
  • Paprika
  • Rote Bete
  • Rüben
  • Salat
  • Spargel
  • Zucchini
  • Zwiebeln (weiß)

Beispiele für histaminarmes Getreide und Pseudogetreide:

  • Dinkel
  • Hafer
  • Emmer
  • Reis
  • Quinoa
  • Hirse
  • Gerste

Beispiele für histaminarmes frisches Fleisch:

  • Geflügel (Hähnchen, Pute, Ente, Gans)
  • Rindfleisch
  • Lamm

Beispiele für histaminarmen frischen Fisch:

  • Seelachs / Wildlachs
  • Kabeljau
  • Forelle
  • Heilbutt
  • Scholle
  • Dorsch

Außerdem empfehlen wir dir, alle Lebensmittel nach Möglichkeit in Bio-Qualität zu kaufen, weil hier grundsätzlich weniger Schadstoffe und Zusatzstoffe enthalten sind, die den Körper zusätzlich belasten können.

Wichtige Anmerkung:

Eine Lebensmittel-Liste dient zur groben Orientierung. Jeder Mensch hat eine individuelle Verträglichkeit auf histaminhaltige Lebensmittel. Denn genau so individuell, wie die Symptome und die Ursachen ist auch die Toleranzgrenze bei einer Histamin-Intoleranz. So kann es sein, dass für dich ein histaminarmes Lebensmittel unverträglich ist, du dafür aber ein anderes histaminreiches Lebensmittel gut verträgst. Nutze diese Liste als Anhaltspunkt und entwickle daraufhin deine eigene individuelle Liste.

Wie finde ich heraus, ob ich von einer Histamin-Intoleranz betroffen bin?

Die Diagnosestellung ist gar nicht so einfach, denn eine Histamin-Intoleranz lässt sich aktuell leider nicht medizinisch sicher testen, da es keinen Wert gibt, der zu 100% aussagekräftig ist. Der einfachste Weg ist hier eine Ernährungsumstellung auf histaminarme Kost.

Doch warum ist das so?
Es gibt verschiedene Methoden, mit denen die Konzentration oder Aktivität von Histamin oder des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO) im Körper gemessen werden kann. Am häufigsten wird aber die Bestimmung der Konzentration des Enzyms Diamin­oxidase (DAO) im Blut genutzt, um eine Histamin-Intoleranz zu diagnostizieren. Dabei ist die Aussagekraft dieses Tests eher beschränkt, da die Produktion des Enzyms durch äussere Einflüsse zeitlich grossen Schwan­kungen unterliegen kann. Der DAO-Wert im Blut lässt eigentlich auch kaum Schlüsse zu, ob auch im Darm zu wenig DAO gebildet wird. Eine weitere Testmöglichkeit bietet u.a. die Messung von Histamin im Stuhl, aber hier kann keine sichere Diagnose gestellt, sondern eher die Aussage „Histamin-Intoleranz wahrscheinlich“ oder „unwahrscheinlich“ getroffen werden.

Die Auslassdiät
Um ganz sicher zu gehen, ob du unter einer Histamin-Intoleranz leidest, eignet sich am besten die Auslassdiät. Hierfür lässt du für ca. 4-12 Wochen histaminreiche Lebensmittel weg und beobachtest deine Symptome. Empfehlenswert ist auch das Führen eines Ernährungs-Symptom-Tagebuchs. Anhand der Symptome kann ein Therapeut dann die Nahrungsmittel erkennen, die die Beschwerden auslösen.

Sich komplett histaminfrei zu ernähren ist kaum möglich, da fast jedes Lebensmittel in kleinen Mengen Histamin enthält. Wichtig ist, dass du „Histaminbomben“ wie zum Beispiel Alkohol, Schokolade, Sauerkraut, gereiften Käse oder geräucherten Schinken meidest. Eine Liste mit histaminarmen Lebensmitteln findest du in unserem Histamin-Intoleranz Guide unter „Ernährungsumstellung„. Wenn sich deine Symptome in diesem Zeitraum bessern, ist es sehr wahrscheinlich, dass du von einer Histamin-Intoleranz betroffen bist. Wenn sich dein Verdacht auf eine Histamin-Intoleranz bestätigt, ist es wichtig die Ernährung auch langfrstig umzustellen und die Ursachen herauszufinden bzw. zu beheben.

Wie genau du deine Histamin-Intoleranz angehen kannst, um wieder beschwerdefreier zu werden, lernst du in unseren Onlinekursen.

Was tun, wenn deine Symptome trotz Auslassdiät nicht besser werden?
Sollten sich deine Symptome durch eine streng histaminarme Ernährung kaum bis gar nicht bessern, liegt wahrscheinlich eine andere Ursache vor. In diesem Fall werden weitere ärztliche Tests empfohlen. Wende dich hierfür zum Beispiel an deinen Hausarzt, Internisten, Heilpraktiker oder Allergologen, um mögliche andere Auslöser für deine Symptome untersuchen zu lassen.

Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerdebildern können zum Beispiel sein:

  • Mastzellaktivierungs-Störung (MCAS)
  • andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Gluten, Laktose, Fruktose, Sorbit, Salicylat, Laktat, Oxalat)
  • Lebensmittelallergien oder Kreuzallergien
  • SIBO (Dünndarmfehlbesiedelung)
  • Heliobacter Pylori und E.Coli
  • Leaky Gut Syndrom
  • HPU / KPU (Stoffwechselstörung)

Abschließend kann man sagen, dass wenn folgende Punkte zutreffen, eine Histamin-Intoleranz relativ sicher ist:

  • Du hast mindestens zwei Symptome, die typisch für eine Histamin-Intoleranz sind
  • Die Beschwerden bessern sich insgesamt durch eine streng histaminarme Ernährung
  • Akute Beschwerden lassen nach der Einnahme von Antihistaminika nach

Was kann man bei einem akuten „Histamin-Anfall“ tun?

Unter bestimmten Umständen ist der Histamin-Spiegel im Körper so hoch, dass es zu einem Akutfall bzw. Histamin-Anfall kommen kann. Dieser zeichnet sich durch ein oder mehrere verstärkt auftretende Symptome aus, die uns in unseren Körperfunktionen einschränken. Dies können zum Beispiel starke Übelkeit, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Durchfälle oder Erschöpfungszustände sein.

Für solch einen Fall ist es wichtig, zu wissen was zu tun ist, um den starken Symptomen so schnell wie möglich entgegenzuwirken.

Wichtige Anmerkung vorab

Wenn deine Symptome so stark sind, dass du sie nicht mehr eigenständig in den Griff bekommst, solltest du einen Art aufsuchen oder den Rettungsdienst rufen.

Was du bei einem Histamin-Anfall tun kannst

1. Ruhe bewahren: Setze oder lege dich hin, atme 10-mal tief in deinen Bauch ein und aus

2. Trinken: Stilles Wasser hilft, um das Histamin aus dem Körper auszuspülen und den Histamin-Spiegel zu senken

3. hochdosiertes Vitamin C: Nimm ein natürliches Vitamin C ein, da das Vitamin den Histamin-Abbau unterstützt. Hierfür eignet sich zum Beispiel Acerola oder Camu-Camu

4. Schlafen: Gehe, wenn möglich, früh schlafen, sodass dein Körper mindestens 8-9 Stunden Zeit hast, um sich zu regenerieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es uns am nächsten Morgen oft schon viel besser ging.

5. Antihistaminikum: Wenn keines der genannten Maßnahmen greift, dann kannst du ein Anthistaminikum einnehmen. Dieses bekommst du rezeptfrei in der Apotheke.

Wir wünschen dir eine schnelle und gute Besserung! ☘️

Mehr über die möglichen Ursachen und körperlichen Zusammenhänge einer Histamin-Intoleranz sowie deren natürliche Gegenspieler, lernst du in unserem Onlinekurs „In drei Schritten zu mehr Wohlbefinden bei einer Histamin-Intoleranz“.