Candida als mögliche Ursache einer Histamin-Intoleranz

In diesem Blogartikel stellen wir dir eine weitere Ursache und Begleiterscheinung der Histamin-Intoleranz vor, die u.a. durch eine erhöhte Aufnahme von Industriezucker und Honig entstehen kann:

Candida Albicans / Candidose

Candida ist ein Hefepilz, der natürlicherweise in gesunden Mengen in unserem Körper (z.B. im Darm und in Schleimhäuten) vorkommt.

Ist der Darm jedoch in einer Dysbiose und die Ernährung zuckerreich, kann sich Candida unkontrolliert ausbreiten und zum Krankheitserreger werden. Diesen Zustand beschreibt man auch als Candidose.

Wo ist der Zusammenhang zwischen der Histamin-Intoleranz und Candida?

Ein Candida-Befall kann:

  • Mastzellen aktivieren
  • die Histamin ausschütten
  • die Aktivität der DAO (Enzym zum Histamin-Abbau) verringern
  • die Darmschleimhaut durchlässiger machen und somit
  • Entzündungen fördern, die wiederum zu Histamin-Ausschüttungen führen
  • giftige Stoffwechselprodukte freisetzen, die in unseren Körper gelangen
  • Darm- und Blaseninfekte fördern

 

Candida und Mastzellen – die meisten Mastzellen sitzen im Darm

Die Mastzellen in unserem Körper reagieren auf verschiedene Einflüsse und Körperreaktionen und schütten daraufhin Histamin aus. Dies geschieht zum Beispiel bei allergischen Reaktionen (Immunabwehrreaktionen) oder auch dann, wenn Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze im Körper erkannt und bekämpft werden sollen.
Da ein Großteil unserer Mastzellen im Darm sitzt und die Anzahl der Mastzellen durch Dysbiosen und Infekte im Darm deutlich ansteigen kann, kommt es bei einer Vermehrung von Candida gleichzeitig zu einer Vermehrung von histaminausschüttenden Mastzellen.
Da Histamin u.a. ein Entzündungsmediator ist, kann eine erhöhte Histamin-Ausschüttung Entzündungen im Körper hervorrufen.

Entzündungen im Körper aktivieren wiederum die Mastzellen und fördern somit die Auschüttung von Histamin – hier findet sich Teufelskreis Nummer 1.

Candida hat zudem noch die Eigenschaft unsere Enzyme zum Histamin-Abbau im Darm (DAO – Diaminoxidase) zu hemmen, wodurch Teufelskreis Nummer 2 entstehen kann.

Folgende Symtome können bei einer Candidose auftreten:

  • Verstopfung oder Durchfall
  • Blähungen und Krämpfe
  • Sodbrennen
  • Magenschleimhaut-Entzündung (Gastritis)
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwindel
  • häufiges Frieren
  • Angstzustände, Depressionen, Paranoia
  • Juckreiz, Ausschlag und Schuppenflechten
  • Schwächung des Immunsystem und häufige Infekte/ Erkältungen
  • Asthma Bronchiale
  • Heuschnupfen
  • Regelbeschwerden
  • Blasenentzündungen
  • Infektionen der Scheidenflora

 

Candida und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Eine Candidose kann die Entstehung von Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, wie Fructose-Intoleranz, Laktose-Intoleranz, Gluten-Unverträglichkeit, Histamin-Intoleranz und auch Unverträglichkeiten auf Salicylate, Oxalate oder Sorbit begünstigen.

Grund hierfür ist eine erhöhte Durchlässgikeit der Darmschleimhaut – auch Leaky Gut genannt. Hierdurch entstehen „Löcher“ in der Darmschleimhaut, wodurch sich Candida – aber auch unser Histamin im ganzen Körper verteilen und große Beschwerden verursachen kann.

Wie du siehst, ähneln die Symptome der Candidose denen einer Histamin-Intoleranz sehr, deshalb kommt man um eine Stuhlanalyse meist nicht herum.

Über deinen Hausarzt, Gastroenterologen oder Internisten sowie über unabhängige Institute kannst du eine Stuhlprobe nehmen und den Hefepilz testen lassen.

Was tun, wenn eine Candidose vorliegt?

Die gute Nachricht ist: Es gibt einen Weg über eine sogenannte „Candida-Diät“ den Hefepilz zu minimieren und den Darm wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Hierbei ist eine strenge Ernährung über Wochen nötig, um den Pilz nachhaltig einzudämmen.

Buche hier deinen Termin für eine Ernährungsberatung, um deine Darmgesundheit anzugehen!

Wenn du wissen möchtest, welche Ursachen oder Begleiterscheinungen noch im Zusammenhang mit einer Histamin-Intoleranz stehen können, schau dir jetzt unseren Onlinekurs „In 3 Schritten zu mehr Wohlbefinden mit einer Histamin-Intoleranz“ an.

 

 

*Quellen:
2015 Nature Journal, Opportunistic pathogen Candida albicans elicits a temporal response in primary human mast cells: http://www.nature.com/articles/srep12287
Yamaguchi et al 2006, Gastrointestinal Candida colonisation promotes sensitiation against food antigens by affecting the mucosal barrier in mice
Journal of investigate Allergology & Clinical Immunology im Jahr 2000
Frontiers in Immunology, Role and relevance of mast cells in fungal infections
Nosal R. 1974, Histamine release from isolated rat mast cells due to glycoprotein from Candida albicans in vitro

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