Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) und Histamin-Intoleranz

Wie schon oft erwähnt, ist die Histamin-Intoleranz meist eine Folge von Fehlregulationen im Körper. Die Auslöser hierfür können vielseitig sein. Zu den typischen Ursachen gehören z.B. eine hormonelle Dysbalance,  ein Ungleichgewicht im Darm oder erhöhter Stress.
Es gibt aber auch Ursachen, die erst auf den 2. oder 3. Blick erkennbar werden. Hierzu gehört zum Beispiel eine CMD.

Bei einer CMD handelt es sich um Störungen der normalen Muskel- oder Gelenkfunktion des Kausystems, die einzeln oder in unterschiedlicher Kombination auftreten können (*1):

  • Erkrankung der Kaumuskulatur
  • Erkrankung der Kiefergelenke
  • Okklusionsstörung: Die Ober- und Unterzähne passen nicht aufeinander

Eine Fehlstellung des Kiefers kann u.a. auch zu einer instabilen Halswirbelsäule führen. (*2) Andersherum kann ein HWS-Trauma auch zu einer CMD führen. Durch das wiederholt mechanische Reiben des falsch stehenden Kiefers und dadurch auch der Halswirbel, kann es zu einer Dauerentzündungen der Nerven kommen, die dann den Anstieg von Histamin in Kopf und Körper fördern kann. Dies führt zu Sympathicus-Stress, was wiederum dieselben Nerven aktivieren und eine Ausschüttung von Histamin fördern kann. (*2) Ein Teufelskreis also, den es zu durchbrechen gilt!

Laut einer Schätzung sind etwa 15 Prozent der erwachsenen Deutschen von einer behandlungsbedürftigen CMD betroffen  (*1)

Typische Symptome einer CMD sind zum Beispiel (*1)

  • Bewegungseinschränkungen im Kopf-Hals -Bereich
  • Starke Verspannnungen oder Schmerzen im Gesicht, Nacken, Schultern und Rücken
  • Kopfschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Augendruck
  • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • hörbares Knacken und Reiben der Kiefergelenke
  • Magen-Darm-Probleme
  • u.v.m.

Um herauszufinden, ob du von einer CMD betroffen bist, bieten sich zum Beispiel folgende Diagnosemöglichkeiten an:

  1. Ein ausführliches Gespräch mit einem Kieferorthopäden (CMD-Spezialist)
  2. Eine Funktionsanalyse von Kieferöffnung, Kaumuskulatur und Kiefergelenken durch einen Zahnarzt, Orthopäden, Physiotherapeuten usw.

 

Die guten News sind, eine Therapie ist meistens möglich, z.B. mit: (*1)

  • einer Aufbissschiene vom Kieferorthopäden (CMD-Spezialist)
  • Physiotherapie
  • Osteopathie

 

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*Quellen:
1. https://www.netdoktor.de/krankheiten/cmd/
2. http://www.menschundzahn-rostock.de/behan/Umweltmedizin-1.11-Kuklinski.pdf

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