Durchfall und Verstopfung bei einer Histamin-Intoleranz

Darmbeschwerden wie Durchfall und/oder Verstopfungen sind typische und häufig auftretende Symptome der Histamin-Intoleranz.
In diesem Artikel wollen wir das Tabu-Thema Stuhlgang und Verdauung brechen, denn der Darm spielt eine Schlüsselrolle, wenn es um die Gesundheit geht – und das nicht nur bei der Histamin-Intoleranz.

Durchfall bei einer Histamin-Intoleranz

Durchfall gehört zu den typischen Symptomen einer Histamin-Intoleranz. Er kann alleine auftreten oder auch im Wechsel mit Verstopfungen auftreten. Dies ist meistens dann der Fall, wenn die Darmschleimhaut beschädigt ist und an einigen Stellen zu viel und an anderen zu wenig vorhanden ist.

Durchfall entsteht u.a. wenn unser Verdauungssystem durch einen Überschuss an Histamin oder durch akute Stressereaktionen aus dem Gleichgewicht gerät. Dadurch wird Verdauungsbrei zu schnell durch den Verdauungstrakt transportiert, sodass diesem zu wenig Wasser entzogen wird. Hier trägt das vegetative Nervensystem (das, was wir nicht bewusst beeinflussen können) zu einer schnellen „Darmpassage“ bei.

Mit den Durchfällen gehen auch häufig Bauchkrämpfe, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder niedriger Blutdruck oder Nährstoffmängeln einher.

Tipps gegen histaminbedingten Durchfall

1. Stress meiden und somit den Histamin-Spiegel senken

Hierbei kann dir Folgendes helfen:
👉🏼Bauchraumatmung
👉🏼Meditation
👉🏼Spazieren in der Natur
👉🏼Yoga
👉🏼Muskelrelaxation nach Jacobsen

2. Pektinhaltige Lebensmittel essen, da diese den Verdauungsbrei verdicken können

🍎Äpfel
🍑Pfirsich und Aprikosen
🍇Weintrauben
👉🏼Quitten
🍒Kirschen

3.Reisbrei essen

👉🏼 Reis mit Salz aufkochen
👉🏼Reisbrei bindet Wasser im Darm und das Salz versorgt deinen Körper wieder mit Elektrolyten, die durch den Durchfall vermehrt ausgeschieden werden.

4. Viel Wasser und milde verträgliche Teesorten trinken

🌱Fenchel
🌱Kamille
🌱Rosmarin

5. Auf fettreiche und stark gewürzte Speisen verzichten

👉🏼diese können die Verdauung erschweren

Verstopfung bei einer Histamin-Intoleranz

Verstopfungen gehören zu den häufigsten Symptomen einer Histamin-Intoleranz und sind nichts, wofür man sich schämen muss – dennoch sollten sie umgehen behandelt werden.

Im Gegenteil zu Durchfällen entstehen Verstopfungen dann, wenn der Nahrungsbrei zu langsam durch den Darm wandert, wodurch ihm dann zu viel Flüssigkeit entzogen wird.

Es ist wichtig, auch Faktoren wie den Stuhlgang im Blick zu behalten, um die Ursache der Histamin-Intoleranz anzugehen. Ein träger Stuhlgang kann neben einem erhöhten Histamin-Spiegel auch andere Ursachen, wie z.B. eine Darmflora-Dysbiose oder Darmentzündungen haben.

Begleiterscheinungen bei Verstopfungen können Erschöpfung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, sowie Darmkrämpfe und Blähbauch sein. Halten Verstopfungen über mehrere Tage an, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Es gibt vorab aber ein paar Dinge, die du ausprobieren kannst, um die Verstopfen aufzulösen

Tipps gegen histaminbedingte Verstopfungen

Was du beachten kannst:

✔️ballaststoffreiche Ernährung
✔️Obst
✔️Gemüse
✔️Mandeln & Pistazien
✔️Leinsamen
✔️Haferflocken
✔️viel stilles Wasser trinken
✔️1-2 EL Leinöl täglich einnehmen
✔️ausreichend bewegen (Spazieren gehen, Walken, Schwimmen, Radfahren)

Was du unbedingt meiden solltest:

❌viel Fleisch
❌weißer Reis
❌Weißmehlprodukte
❌Eier
❌den ganzen Tag sitzen

 

Wenn du wissen möchtest, welche Ursachen oder Begleiterscheinungen im Zusammenhang mit einer Histamin-Intoleranz stehen können, schau dir jetzt unseren Onlinekurs „In 3 Schritten zu mehr Wohlbefinden mit einer Histamin-Intoleranz“ an.

 

Quellen:

Kubisch, C.H., Gross, M.M. Was beim Reizdarmsyndrom hilft. MMW – Fortschritte der Medizin 157, 46–48 (2015). https://doi.org/10.1007/s15006-015-3353-2

Gross, M. Guter Stuhlgang für Ihre Patienten. MMW – Fortschritte der Medizin 159, 44 (2017). https://doi.org/10.1007/s15006-017-9337-7

 

 

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