Stärke deine Leber

In diesem Artikel geht es um eines der wichtigsten Stoffwechsel-Organe in unserem Körper – und zwar: Die Leber. Die Leber ist unser größtes Entgiftungsorgan und Speicherort für wichtige Nährstoffe, die dafür sorgen, dass unsere Körperfunktionen aufrecht erhalten bleiben können.

Doch was hat eine gesunde Leber mit einer Histamin-Intoleranz zu tun?

Es gibt zwei Enzyme, die für den Abbau von Histamin im Körper zuständig sind:

  1. Die Diaminoxydase (DAO), die im Darm, Gewebe und Blut aktiv ist
  2. Die Histamin-N-Methyl-Transferase (HNMT ), die in der Leber, in der Bronchialschleimhaut und im Zentralen Nervensystem (ZNS) sitzt

 

Eine überlastete und träge Leber gilt also auch als eine der möglichen Ursachen für eine Histamin-Intoleranz. Denn wenn die Leber z.B. aufgrund von Schwermetallbelastungen, falscher Ernährung oder Stress überlastet ist:

  • Kann die Enzymaktivität der HNMT beeinträchtigt werden
  • Kann ein Nährstoffmangel entstehen, der eine Histamin-Intoleranz begünstigen kann
  • Können die Entgiftungsprozesse gestört werden, bzw. unzureichend stattfinden, was eine Schwermetallbelastung begünstigen oder verschlimmern kann. Dies kann z.B. auch die Entstehung einer Histamin-Intoleranz begünstigen.

Histaminbedingte Symptome werden hauptsächlich durch einen Mangel des Histamin-abbauenden Enzyms Diaminooxidase (DAO) verursacht. Eine Aktivitätsminderung des zweiten Histamin-abbauenden Enzyms Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) kann die Symptomatik aber verstärken. Die HNMT kann genetisch bedingt oder durch Umwelteinflüsse in ihrer normaler Funktion gestört sein. Während die Symptome bei einem DAO-Mangels oft schubweise und meist unmittelbar nach einer histaminreichen Mahlzeit auftreten, können sie bei einem HNMT-Mangel auch zeitverzögert kommen, wobei hier, wie oben schon beschrieben, insbesondere das Gehirn, die Bronchialschleimhaut und die Leber betroffen sind.

Hier sind 3 Tipps, wie du deine Leber – und damit auch die Funktion der HNMT aktiv unterstützen kannst:

  • Histaminarme Ernährung (viel grünes Gemüse)
  • Bitterstoffe (z.B.: Chicoree oder Wildkräuter)
  • Ausreichend Wasser trinken (mindestens 2-3 Liter am Tag)

Wenn du lernen möchtest, wie du deine Leber aktiv entlasten und unterstützen kannst, um deine Histamin-Intoleranz besser in den Griff zu bekommen, melde dich jetzt zu unserem Onlinekurs  „In 3 Schritten zu mehr Wohlbefinden mit einer Histamin-Intoleranz“ an.

 

Quellen:
Maintz L., Novak N: Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz, Deutsches Ärzteblatt 2006; 103/51: 3477-3483
Histamine and histamine intolerance, Laura Maintz, Natalija Novak The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 85, Issue 5, May 2007 https://academic.oup.com/ajcn/article/85/5/1185/4633007

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